Tag VI - Schläge und Idiotentennis
Punkt
sieben Uhr irgendwo im Kreis Diepholz: ca. 2000 Menschen liegen in
ihren Feldbetten und erholen sich von den Strapazen die fünf Tage
Zeltlager bereitet haben, bis plötzlich der Weckruf durch die
Lautsprecher tönt. Ein neuer Tag beginnt. Tom Astor grüßt Deutschland,
die ersten Duscher kehren zu ihrem Zelt zurück und auch in den Zelten
der Hepstedter und Wilstedter sorgt der stellvertretende Jugendwart,
dafür, dass sich Leben regt. Da wir, ausgenommen vom Völkerball, immer
bereits nach dem ersten Spiel ausgeschieden sind, sollte man eigentlich
meinen, dass sich der Wettbewerbsstress in Grenzen hält. Schön wär´s,
doch aus irgendeinem Grund schaffen wir es immer wieder zu den ersten
startenden Gruppen zu gehören, sodass ein zeitiges Aufstehen nötig ist
um fit und gestärkt auf dem Platz stehen zu können.


Heute musste die ältere Gruppe beim Indiaka ran. Erste Erfahrungen mit diesem Spiel konnten einige Jugendliche bereits vor zwei Jahren auf dem Landeszeltlager in Wolfshagen im Harz sammeln. Das Spiel ist im Grunde genommen Volleyball mit einem Spielball,-Objekt, oder einfach nur Ding, das mit Federn geschmückt ist und mit den Händen über ein Volleyballnetz auf die gegnerische Seite geschlagen werden muss. Die Bezeichnung eines wilstedter Kameraden "Idiotentennis" drückt aus, was die meisten Jugendlichen von diesem Spiel halten. So ist es wenig verwunderlich, dass wir eine deutliche 9:43 Klatsche kassierten, die aber mit einem lachenden Gesicht wegstecken konnten. Die jüngere Gruppe musste sich dann heute einer für uns völlig unbekannten Sportart auseinandersetzten. Schlagball, eine angepasste Version von Baseball stand auf dem Programm. Obwohl viele schon bei beim Treffen des Balles Schwierigkeiten hatten, war unser Ausscheiden knapper als zunächst erwartet. Da der älteren Gruppen am folgenden Tag ein Spiel in der selben Sportart blüht, wurde kurzerhand entschieden sich am Nachmittag ein Schlagball-Set zu kaufen um die Gruppe in einem erbarmungslosen nächtlichen Crash-Kurs für den Wettkampf fit zu machen. Leider durchkreutzte der Aufruf zum Abendbrot die hoch gesteckten Ziele der Betreuer. Resigniert ließen diese dann ihren Plan fallen und mussten sich damit abfinden, dass die Gruppe fast genauso unvorbereitet wie vorher auf dem Platz auflaufen wird. Am Abend trauten sich dann doch ein Paar, den Schläger noch einmal in die Hand zu nehmen und prompt gab es unseren ersten Verletzten, voller Eifer ist einem Jugendlichen leider entfallen, dass man beim Ausholen des Schläger auch einmal über die Schulter blicken sollte......da unser Quartier aber direkt neben dem Platz des DRK's liegt, war der Weg zu einem schmerzlindernden Kühlpack nicht weit und das Opfer Börge B. konnte gleich im Anschluss seine 30 Minuten Internet Cafe, die er gewonnen hatte nutzen (Börge B., Lüder M. und Thees B. hatten es auf das Foto des Tages im Fackelläufer geschafft).

Auf den Mittagstisch kam heute eine Frikadelle in Zigeunersauce mit Kartoffelecken. Bis auf wenige Ausnahmen schmeckte das Essen allen und wir hoffen, dass das Niveau des Essens auf disem hohen Level bleibt. Nach dem Essen blieb dann wieder genug Freizeit, die verplant werden musste Was läge da näher als einmal mehr einen Ausflug in das Barnstorffer Freibad zu machen, dass mit vielen Spielereien, wie einem Strudel, einer Art Whirpool und Massage-Wasserstrahlen lockt, zu machen? Den selben Gedanken hatten die Sittensener Kameraden, sodass wir insgesamt mit vier Fahrzeugen in der Kolonne vorfahren konnten. Leider spielte das Wetter nicht so mit wie Erhofft und nach den ersten Regentropfen entschieden wir uns den Badebesuch frühzeitig zu beenden.
Zu guter letzt möchten wir euch auf unser heutiges Video Hinweisen, indem drei alte Bekannte einen Teil der Leute interviewen, die hinter den Kulissen dafür sorgen, dass wir hier so tolle Tage verbringen können.

