Tag V - Hallo, guten Morgen Deutschland

Bergfest! Mehr als die Hälfte des Zeltlagers liegt nun hinter uns und mittlerweile fühlen wir uns in unserem Lager ziemlich heimisch. Alle Leute, die bereits an einem Zeltlager teilgenommen haben wissen, dass sich spätestens an diesem Zeitpunkt ein besonderer Zustand einstellt, dem sogar ein eigener Artikel in der freien Internet-Enezyklopädie Wikipedia gewidmet ist. Die Rede ist vom Lagerkoller. Das Internet-Lexikon definiert den Lagerkoller als "einen psychischen Ausnahmezustand einer oder mehrerer Personen, die in einem Lager untergebracht sind". Im Klartext bedeutet dies, dass man von Tom Astors "Hallo, guten Morgen Deutschland" geweckt wird, die Jugendlichen noch aufgedrehter sind als sonst, gerne nur eine Socke angezogen wird, Leuten in der Diepholzer Innenstadt aus einem Feuerwehrbus heraus zugerufen wird, dass man von der Feuerwehr sei, auf der Fahrt zum Schwimmbad eindeutige Verkehrszeichen übersehen werden (der Lagerkoller macht also auch nicht vor Betreuern halt), man statt eines Putenschnitzels ein Putenkotlett haben möchte und noch vieles mehr. Wenn der Lagerkoller erst einmal ausgebrochen ist bestehen nur wenige Chancen auf eine baldige Besserung, die nächsten Tage könnten also hektisch werden. Doch Glücklicherweise hat die Lagerleitung diese Gefahr erkannt und für den heutigen Mittwochabend eine Disco angesetzt, bei der sich die Jugendlichen ordentlich austoben können.


Leider mussten wir heute auch eine traurige Premiere erleben: einer unserer Jugendfeuerwehrkameraden ist heute bedauernswerterweise frühzeitig abgereist. Zeitgleich erreichte uns die Nachricht, dass der Sohn des Jugendwartes Jürgen Bellman für die restliche Zeit zu Besuch sein wird, da er seinen Vater nicht länger nur am Telefon hören möchte.
Am Nachmittag standen keine weiteren Aktivitäten fest an, sodass die Mehrheit die Gelegenheit genutzt hat ins Schwimmbad zu fahren. Um Eintönigkeit zu vermeiden wurde heute mal nicht das Barnstorfer Schwimmbad angesteuert, sondern dem Diepholzer Freibad ein Besuch abgestattet. Hier wurde dann wieder nach Lust und Laune im Wasser geplanscht, während ein Paar andere die Stadt erkundeten und es sich bei einer Tasse heißer Schokolade gemütlich gemacht haben.
Last but not least möchten wir unseren Kollegen von der hiesigen Lagerzeitung ein Paar Zeilen widmen.
Der ein oder andere von euch hat sich vielleicht schon einmal die Frage gestellt, wie wir auf einem Zeltlager überhaut die Möglichkeit haben regelmäßig auf das Internet zuzugreifen. Möglich wird das durch die Jungs von der Lagerzeitung "Der Fackelläufer", die uns nach unserem Abendessen geduldig den Container des Internet-Cafes aufschließen. Das dieser besondere Service keine Selbstverständlichkeit ist soll an dieser Stelle einmal deutlich herausgestellt werden. Wir sagen schon einmal vielen Dank, für diese großzügige Unterstützung, ohne die das Online-Tagebuch nicht denkbar wäre. Wenn ihr mehr über das Zeltlager erfahren wollt könnt ihr auch die Online.Ausgabe des Fackelläufers unter der Internetadresse http://www.zeltlager2008.de/ anschauen, in der viele wissenswerte Infos zu finden sind.