Tag II - Sonne zum Sonntags-Schnitzel
Eigentlich sollte ein Tagesbericht damit beginnen, wie schwer einem das Aufstehen fällt, doch da wir uns ja bekanntlich in keinem normalen Zeltlager befinden, fängt unser heutiger Bericht genau genommen mit dem gestrigen Abend an. Gleich am ersten Abend stand der Nacht-Orientierungsmarsch an, bei dem die für viele Jugendliche nicht die eigentlichen Stationen, mit kleinen Spielen das Anstrengende war, sondern vielmehr das Wachbleiben nach einem aufregenden Tag der Anreise (wir berichteten) gefordert war. Da ein nächtlicher, ca. vier Kilometer langer Spaziergang für die meisten Lagerteilnehmer eher selten ist, bildeten sich ausruhende Gruppen aufgrund der Reflektorstreifen eine gute Wegmarkierung, sodass wenigstens die Gefahr des Verlaufens nicht gegeben war. Eine weitere Besonderheit, die hier im Landkreis Diepholz Gang und Gebe zu sein scheint ist die Tatsache, dass nicht die eigenen Betreuer mit den Gruppen mitlaufen, sondern Betreuer aus anderen Wehren die Begleitung übernommen haben. Sinn und Zweck soll es sein, zu verhindern, dass der eigene Betreuer seinen Schützlingen hilft, ein weiterer positiver Nebenaspekt ist aber auch die Tatsache, dass auf diese Weise neue Kontakte zu anderen Wehren geknüpft werden können. So konnten sich unsere Betreuer über eine nette Einladung in die Zelte der JF Ströhen bzw. Melchiorshausen freuen. Ob sich eine ähnlich starke Freundschaft wie zu den Botheler Kameraden ausbildet bleibt abzuwaten, wir werden euch in den folgenden Berichten auf jeden Fall auf dem Laufenden halten.

Nachdem dann auch die letzten Jugendlichen gegen zwei Uhr nachts müde in ihre Feldbetten gefallen sind, fiel das Aufstehen natürlich nicht leicht, dennoch haben wir es geschafft pünktlich mit versammelter Mannschaft zum Frühstück zu erscheinen.
Da unser nächster Programmpunkt, die Durchführung der Bundeswettbewerbe, erst nach dem Mittagessen lag, blieb genug Zeit um eine Stippvisite im Freibad im benachbarten Barnstorf zu machen. Offenbar gefiel den Jugendlichen das kühle nass so gut, dass am Nachmittag kurzerhand das neu angeschaffte Planschbecken eingeweiht wurde. Wie genau diese Einweihung ausgesehen hat könnt ihr in unserem Video sehen.
Doch vorher standen noch zwei andere Dinge an: Erstens musste dem Mittagessen eine zweite Chance eingeräumt werden und zweitens lagen ja immer noch die Bundeswettbewerbe an.
Nachdem einigen das Essen am Vortag nicht sehr geschmeckt hat waren natürlich alle auf die kulinarische Entschuldigung gespannt, immerhin gab es Jägerschnitzel, also ein Gericht, bei dem man nicht zu allzu viel falsch machen kann. Und siehe da: Alle waren positiv Überrascht, zwar gab es pro Person nur ein Schnitzel, dies war aber in Anbetracht der stattlichen Größe von mindestens zwei kleinen „normalen“ Schnitzeln kein Wehrmutstropfen. An dieser Stelle: Gute Arbeit an die Köche!
Wohlgenährt mussten wir uns also dann den Bundeswettbewerben stellen. Die jüngere Gruppe um Thalea als Gruppenführerin konnte auf der Tartanbahn, die ältere Gruppe, mit den Wilstedtern und Inken als Gruppenführerin auf dem Wettkampfplatz zeigen, was in ihnen steckt. Zwar gehörten die Ergebnisse nicht zu den besten des Tages, doch weht nicht umsonst ein Hauch von olympischem Geist durch das Lager, nicht umsonst lautet unser Motto: Wenn nicht die besten, dann die Lustigsten.
Weitere Eindrücke könnt ihr (sofern ihr das nicht schon getan habt) in unserem Video erhaschen.
Wie wir uns beim Völker- und Volleyball anstellen und was es an weiteren Neuigkeiten gibt berichten wir euch morgen.