Tag I - Wir ziehen nach Rehden

Unser neues Heim
Doch bevor wir unsere einwöchige Flucht in das ferne Rehden starten konnten, ging es zunächst darum gut auszusehen: Fototermin für die Zeitung. Die Volksbank hatte uns freundlicherweise zwanzig neue T-Shirts gesponsert, die pünktlich zum Zeltlager übergeben wurden. Dass diese wichtige Spende natürlich mit Bild in der Zeitung festgehalten werden muss, versteht sich von selbst, auch wenn das Wetter, wie den ganzen Rest des Tages, nicht mitgespielt hat.

Die Hinfahrt in der Kolonne, mit den wilstedter Kameraden im Schlepptau, nutzten wir um auf besseres Wetter zu hoffen, immerhin waren wir ja Richtung Süden unterwegs……..leider ohne Erfolg. An dieser Stelle bedanken wir uns herzlich bei unseren Fahrern Johann Bammann und Herbert Meyer.
Offenbar hatten zu wenige am Vortag ihren Teller aufgegessen, sodass der Aufbau des Zeltes immer wieder von einigen Regenschauern heimgesucht wurde. Die ersten Zelte aufgebaut, stand dann die obligatorische Platzbegehung auf dem Programm. Und hier haben wir das erste Mal gemerkt, dass wir uns im Landkreis DIEPHOLZ befinden: Eingezäunte Zeltplätze von der Größe eines Golfplatzes, mit selbst installiertem Volleyballfeld und Eingangstoren, wie sie die wenigsten selbst zu Hause haben, sind hier ein alltägliches Bild. Auch Gartenteiche und Planschbecken gehören zur überlebensnotwendigen Ausrüstung für jedes Zeltlager und so ist es wohl nicht weiter verwunderlich, dass wir sogar einen rasenmähenden Jugendwart zu Gesicht bekommen haben. Wären Strom-Aggregate nicht ausdrücklich verboten; es würde ein ständiges Summen durch´s Lager dröhnen.

Nach einigen Grußworten kam uns dann aber das regnerische Wetter zu Gute und die Veranstaltung wurde aufgrund eines Schauers auf das Nötigste gerafft.

Später stand dann die Nagelprobe bevor: Das erste Essen im Zeltlager. Doch auch hier erwartete uns eine Überraschung. Wie gewohnt haben wir uns alle mit Teller, Tasse und Besteck bewaffnet in die Warteschlange eingereiht, bis wir gemerkt haben, dass sowohl Besteck, als auch Teller (aus Porzellan) und Tassen (ebenfalls aus Porzellan!) gestellt werden. Doch damit nicht genug, war es nicht einmal an uns, das benutzte Geschirr abzuwaschen (schließlich muss die Lagerwache auch eine Beschäftigung haben). Leider waren nicht alle von der Qualität der Küche überzeugt (siehe Videokommentar unten), es bleibt also zu befürchten, dass einige Teller nicht komplett leer gegessen werden und sich das Wetter damit auch nicht bessert. Vielleicht schafft das Schnitzel am Sonntag beim Durchbrechen dieses Teufelskreises Abhilfe, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Am Abend folgt noch ein Nacht-Orientierungsmarsch, über den wir morgen berichten werden.

Die Betreuer