Radio Bremen zu Gast
Es war also kein alltäglicher Dienst an dem Tag, denn wann bekommt man schon mal Besuch vom Radio? Aber alle blieben recht „cool“ und absolvierten den Dienst wie immer. Moderator Michael Kruse war sehr beeindruckt von der Menge der Kameraden die zum Dienst erschienen waren. Aber ca. 30 Leute wäre keine Seltenheit gab Herbert Meyer zu verstehen. Die Dienstbeteiligung in Hepstedt ist immer sehr hoch und das ist auch gut so. Ortsbrandmeister Herbert Meyer, um den es in erster Linie in der Sendung ging als Bremen 1 Hörer, stand Rede und Antwort auf die Fragen des Moderators und auch andere Kameraden kamen zu Wort am Mikro des Senders. So wurde unter anderem das Ifex-Löschgerät demonstriert, extra fürs Radio das Martinshorn einmal eingeschaltet und viel gelacht, waren doch alle bei bester Laune an diesem Sonntag. Mit viel Witz und Charme erlebten alle einen doch nicht alltäglichen Dienst der Feuerwehr Hepstedt. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Moderator Michael Kruse für den Besuch.
Nachfolgend nun einige Bilder vom Tag.
Michael Kruse (rechts) von Radio Bremen
Im Gespräch mit der Zevener Zeitung
Zevener Zeitung
Kein Frühschoppen für Radiomann Michael KruseRB-Moderator begleitet morgendliche Übung der Hepstedter Feuerwehrleute Hepstedt (ti). Sonntagfrüh nahmen zahlreiche Fahrräder, etwas wacklig noch, Kurs durch den herbstlichen Dunst auf das Gerätehaus der Feuerwehr: Hepstedts Feuerwehrmänner und -frauen. Sie waren nicht nur auf dem Weg zu einer Übung, sondern auch ins Radioprogramm von Bremen 1. "Hier bin ich am liebsten", heißt die Reihe, in der Menschen aus der Region ihre Lieblingsorte vorstellen, und für die Moderator Michael Kruse in den Ummelort gereist war.
"So viele!", entfuhr es dem Radiojournalisten, als er in das Gerätehaus eintrat. Doch rund 25 Feuerwehrleute, so Ortsbrandmeister Herbert Meyer, ist nicht außergewöhnlich viel - auch an einem Sonntagmorgen. "Wer beobachtet hier wen?", hätte die Frage lauten können. Denn eigentlich ist doch ein Mann, dessen Stimme aus dem Radio bekannt ist, sicher ebenso interessant wie die Feuerwehr selbst. Doch die Hepstedter ließen sich von dem quirligen Bremer kaum aus der Ruhe bringen. Ortsbrandmeister Herbert Meyer verkündete auch mit Mikrofon vor der Nase ungerührt den Tagesablauf - Übungen mit Kleinlöschgeräten und der IFex-Kanone - und kommandierte gelassen: "Sinnvoll anziehen und dann raus!" Der Reporter folgte unauffällig in den Umkleideraum "Sie ziehen sich hier zusammen um, Männer und Frauen, ist da gar kein Schamgefühl?", fragte er. "Nee, bei mir nicht", kam es zurück. Eines schien Krause vor allem zu vermissen: "Ich hab gedacht, hier gibt''s Frühschoppen und ihr löscht erstmal euren eigenen Brand." Doch mit Bier und Korn konnte niemand dienen. "Warum tun Sie sich das an, so früh am Sonntagmorgen?", hakte er nach. Ansporn, versicherten die Befragten, sei es, den Zusammenhalt, die Gemeinschaft auf dem Dorf zu pflegen. Statt feuchtfröhlichem Trinkgelage stand dabei die Arbeit mit Feuerlöschpatsche und Kübelspritze auf dem Programm; beides wurde von Gerätewart Werner Meyer sachlich vorexerziert. Alles wie gehabt also? Nein. Denn allmählich fanden vor allem die Männer Gefallen an der Aufmerksamkeit. Unverkennbar warf sich Hauke Jagels an der IFex-Kanone in Pose. "Schluss, Rambo!", holte ihn der Reporter auf den Boden. Unter den Kollegen im Hinterhalt wurde ein bisschen weiter auf dicke Hose gemacht. "Ich hab nun mal eine gewisse Ausstrahlung!", bekannte der soeben Interviewte - und nahm Reißaus, als Kruse das Mikrofon in die Runde reichte. Selbstbewusster agierte ein Kamerad, der den Spieß kurzerhand umdrehte. "Sagen Sie mal, sind Sie eigentlich in der Feuerwehr engagiert?", fragte Markus Hausschild. Der Reporter druckste ein wenig herum: "Ob ich auch in der Feuerwehr bin?" "Das ist meine Frage", so der junge Mann mit der Nummer 40 auf dem Helm unerbittlich. Das Thema wurde nicht weiter verfolgt. Natürlich konnte Kruse nicht abfahren, ohne das Martinshorn auf Festplatte zu haben. Dreimal setzte der Moderator zum Schlusssatz an: "Ja, ich finde, das soll''s gewesen sein" Das Martinshorn sollte auftönen. "So, jetzt ist auch der letzte wach", kommentierte Herbert Meyer trocken - und zu schnell für das Mikrofon. "Können Sie das noch einmal spontan sagen?", bat Kruse. "Das ist aber jetzt gefaket", schallte es aus der Runde. Doch großzügig ließen die Hepstedter die kleine Mogelei durchgehen - was tut man nicht alles für die Medien. Die Sendung wird voraussichtlich Donnerstag auf Bremen 1 um 7.40 oder um 8.40 zu hören sein. |
